Interview mit DaSchu

Hey Daniel, vielen Dank erstmal für deine Zeit und die Möglichkeit, dir ein paar Fragen zu stellen. Wenn mann einen echten Künstler vor sich hat, fragst man sich immer, wann er eigentlich damit begonnen hat, Künstler zu sein. Wie war das bei dir? Warst du früher schon der Picasso unter den Kids?

Also ich war schon in der Grundschule derjenige, der für die ganze Klasse immer Bilder gezeichnet hat und das hat sich über meine ganze Schullaufbahn hingezogen. Als Kind hab ich viele Comics gezeichnet. Mit 14 Jahren bin ich über die Hip Hop-Kultur zum Graffiti gekommen und hab dann das erste Mal ein Sprühdose in der Hand gehabt. Seitdem habe ich sie nicht mehr losgelassen und immer weitergemacht. Dass es aber irgendwann zum Beruf wird, war mir nie so bewusst.

Welches Medium verschönerst du am liebsten?

Am liebsten ist mir eine Hauswand und eine Sprühdose.

Was war, neben dem Gin, dein liebstes und größtes Projekt?

Das wichtigste Projekt für mich war bisher im Ausland auf den Philippinen, in Manila, dort haben wir ein großes Projekt gemacht. Am spannendsten finde ich immer die Dinge, die ich direkt in der Öffentlichkeit male und dabei die Reaktionen der Menschen sehe. Das prägt sich bei mir am deutlichsten ein.

Was waren deine Gedanken, als du von uns angesprochen wurdest?

Also ich hab mich mega gefreut ein Bild zu machen, das später auf einer Gin Flasche also einem Produkt zu sehen ist und später mal im Laden steht. Normalerweise male ich sehr großformatig und Unikate. So etwas kleineres zu machen, was dann in einer großen Auflage geprintet wird fand ich sehr spannend!

Du hast viele Projekte am Start, die wesentlich lukrativer für dich sind. Was hat dich bewegt zuzusagen?

Ich finde es cool, dass es so etwas wie Round Table gibt, die auch einfach andere Projekte unterstützen wollen, Vereine supporten und somit eben etwas Gutes für die Gesellschaft beitragen. Da möchte ich gern auch einen Teil dazu beitragen .

Dein Kunstwerke sind ja beeindruckend groß und lebendig. Wie lange brauchst du in der Regel von der ersten Skizze bis hin zum fertigen Bild?

Mittlerweile brauche ich in der Regel eine Woche, selten mal 2 Wochen. Das hängt natürlich von der Größe ab. In Bad Buchau an der Schule zum Beispiel haben wir zu dritt insgesamt vier Tage gebraucht. Bei dem Gin Design war es wichtig, dass viele Details im kleinen Format gut aussehen. An einer Wand muss man das nicht tun, weil die Bilder aus der Ferne erst richtig wirken. Umso schwieriger war es, dass der Biber auch bei genauerem Betrachten detailliert und gut aussieht.

Wie lange hast du gebraucht, bis du mit deinem Design und unseren zahlreichen Änderungswünschen zufrieden warst?

Also hier war es natürlich deutlich zeitintensiver. Ich bin es eigentlich gewohnt, dass man mir freie Hand lässt und in der Regel mache ich einen Entwurf. Insgesamt haben wir ja 5 Entwürfe gemacht, bis es schlussendlich perfekt war. Aber ich finde, es hat sich gelohnt.

Was sind deine nächsten Projekte? Bist du im Raum Biberach zu sehen?

Aktuell bin ich hier in Bad Saulgau am Markt unterwegs. Ich habe auch wieder etwas in Biberach, worüber ich aber jetzt noch nichts verraten möchte. Man wird es dann sehen!

Wer inspiriert dich in deiner Arbeit?

Es sind Menschen und Erlebnisse, die ich in meine Kunst versuche einfließen zu lassen. Das Ziel eines jeden Künstlers ist es ja, etwas Eigenes zu schaffen. Ich versuche mich so wenig wie möglich von anderen Künstlern beeinflussen zu lassen. Viel zu viele Künstler imitieren andere, was eben dann nur ein Abklatsch ist. Wenn ich einen Künstler nennen muss, dann wäre es Van Gogh.

Daniel vielen lieben Dank nochmal für deine Zeit und dein Engagement. Unser aller Dank und größter Respekt gebührt dir für deine Unterstützung.

Mehr von DaSchu findest Du hier: www.daschuart.com